Bernd Virnich wird neuer Trainer

 

 

 Auszug der Aachener Zeitung vom 20.03.2021 

 

FOTO: ANDREAS RÖCHTER

 

 

 

 

STOLBERG Als die SG Stolberg im Jahr 2009 aus der Fusion des SV Gresse- nich und des FC Adler Werth hervor- ging, nahmen die Verantwortlichen um den 1. Vorsitzenden Axel Wirtz drei Grundsatzziele in den Blick: die sportliche Entwicklung im Se- niorenbereich, eine möglichst gute Infrastruktur und den Aufbau einer Jugendabteilung, in der der Nach- wuchs dem Hobby Fußball mit Spaß nachgehen kann – wobei ein gewis- ser Leistungsgedanke nicht ausge- schlossen sein sollte.

Zwölf Jahre befindet sich der Ver- ein in den beiden erstgenannten Be- reichen auf einem sehr guten Weg. Die SG-Kicker stiegen in der Sai- son 2018/2019 als unangefochte- ner Meister der Kreisliga A Aachen in die Bezirksliga auf, belegten in der abgebrochenen Spielzeit 2019/2020 (zehn Siege nach 16 Spielen) als Neuling den vierten Platz und neh- men in der aktuell unterbrochenen Saison mit drei Punkten Rückstand auf Spitzenreiter FV Haaren Rang drei ein.

 

Sehr gute Infrastrukur

 

 

In Sachen Infrastruktur können die SGler auf einen Kunstrasenplatz, ein Kleinspielfeld und eine Trai- ningshalle auf der Anlage in Gres- senich sowie auf den Naturrasen- platz in Werth zurückgreifen. Also ebenfalls „alles paletti“. Nun haben sich Axel Wirtz und seine Vorstands- mitstreiter Harald Rüttgers, Daniel Lowis und Hubert Morschel vorge- nommen, das Grundsatzziel Num- mer drei, die Nachwuchsarbeit, zu forcieren und diese nicht zuletzt auch mit dem Seniorenbereich zu verzahnen.

So wurde mit Bernd Virnich ein neuer Trainer für die erste Mann- schaft verpflichtet, der ab dem 1. Juli für die „Bezirksligamänner“ ver- antwortlich sein wird, aber auch viel Erfahrung im Jugendbereich mit- bringt. Schließlich rief der 48-Jähri- ge unter anderem vor einigen Jahren mit den „Play-it-juniors“ einen rei- nen Jugendfußballverein ins Leben.

übernimmt.

 

„Wir möchten uns in gewisser Weise neu aufstellen und nicht zuletzt mittel- bis langfristig denken“, macht Axel Wirtz deutlich. „Und wir tun dies in einer Zeit, in der wir sport- lich gut dastehen“, unterstreicht der Vorsitzende.

Aber eben auch in einer Perio- de, die pandemiebedingt in jeder Hinsicht schwierig ist. „Wir hof- fen inständig, dass wir die Saison in einer regulären Art und Wei- se fortsetzen und zu Ende bringen können“, spricht Axel Wirtz einen Wunsch aus, den wohl jeder Sport- ler hegt. Bisher habe es keine Ver- einsaustritte gegeben. „Alle Spieler und weiteren Mitglieder verhal- ten sich solidarisch und im Sinne des Vereinsgedankens.“ Und die- ser umfasse mehr als ausschließ- lich die erste Mannschaft. „Bereits

vor eineinhalb Jahren haben wir den Entschluss gefasst, unsere Jugend- abteilung von den jüngsten Jahr- gängen ausgehend neu aufzubau- en“, berichtet Geschäftsführer und Jugendleiter Daniel Lowis.

 

 

Mit sechs Teams zum Erfolg

 

 

Erste Erfolge stellen sich ein: Sind momentan mit den Bambini so- wie den C- und A-Junioren drei Mannschaften aktiv, werden es in der nächsten Spielzeit gleich sechs Teams sein. Die F-, E- und B-Jugend- lichen sollen das Kontingent verdop- peln. „Wir möchten allen Kindern und Jugendlichen ein sportliches Zuhause geben. Vom reinen Brei- tensportler bis zum Talent für den Leistungsbereich“, sagt Daniel Lo- wis, der wie seine Vorstandskolle-

gen enorm froh ist, dass die Kinder und Jugendlichen bis einschließlich 14 Jahre zumindest momentan wie- der auf den Platz dürfen. „Für die- sen Fall haben wir tragfähige Kon- zepte erarbeitet.“

Über kurz oder lang hoffen die Verantwortlichen der SG Stolberg, dass aus dem eigenen Nachwuchs Spieler für die erste Mannschaft her- anwachsen. Wobei auch der Unter- bau im Seniorenbereich – die zweite Mannschaft spielt in der Kreisliga C, die Dritte in der D-Liga – nicht aus dem Blickfeld geraten soll. „Unsere Dritte ist für das Vereinsgefüge und die Stimmung im Verein Gold wert. Was unsere zweite Mannschaft an- geht, wäre es schön, wenn diese in absehbarer Zeit eine Klasse höher spielen würde“, sagt Axel Wirtz.

Denn bei aller Neuausrichtung

 

geben sich die SGler nach wie vor ambitioniert. „Ich drücke es mal so aus: Wir würden uns mit der ersten Mannschaft in der Landesliga gut aufgehoben fühlen“, schmunzelt der Vorsitzende. Womit wir wieder bei Bernd Virnich wären: „Die Ent- scheidung für die SG Stolberg ist mir leicht gefallen, da die Organisation im Verein top ist. Es bestehen kla- re Strukturen. Und grundsätzlich ist auch mein Ziel, mit der Mann- schaft aufzusteigen. Das Potenzi- al für die Landesliga ist hier defini- tiv vorhanden. Ob der Weg dorthin ein Jahr länger dauert, spielt keine Rolle. Im Blickpunkt muss die Ge- samtentwicklung der Mannschaft und der Spieler stehen“, betont der künftige SG-Trainer, der Erfolg und Nachwuchsförderung unter einen Hut bringen möchte.

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